Mutter sein…

hey ihr Lieben, ich weiß nicht so richtig, wie ich es beschreiben soll. Kennt ihr das? Ihr habt immer alles gemacht, alles organisiert und ward immer da für eure Kinder. Und dann werden Sie groß… und dann kommt das Loslassen. Für mich eine große Hilflosigkeit. Meine Kinder sind ja nicht einfach, durch Erfahrungen durch Erlebnisse. und auch ich bin nicht einfach, durch verschiedene Dinge. Es gibt Große Worte der Diagnostik, es gibt Therapien für die Kinder und für mich, es gibt Familienhilfe, aber wer nimmt einen das Gefühl, es allein machen zu müssen, wenn es bisher doch immer so war? Meine Kinder brauchten viel Hilfe, brauchten viel Unterstützung, und nun ist eins 17 und will erwachsen sein. Es kann trinken, feiern, Geld ausgeben, lange nachts am Handy wach sein, und sich selbst verletzten, zur schule gehen oder nicht, alles (laut Klinik) das liegt in Ihrer eigen Verantwortung. Sie kann sich mit Jungs treffen, denen Sie den Kopf verdreht, aber hat eigentlich einen Freund, den Sie nie sieht, außer auf dem Handy Bildschirm. Sie kann aber keinen Termin vereinbaren beim Frauenarzt, Sie hat Angst zu telefonieren, sie hat Angst Bus Bahn Taxi zu fahren. Sie ist vom WiPo Unterricht befreit, weil sie dort gerade das Strafwesen durchnehmen und sie andauernd getriggert wird… Aber auch da.. Eigenverantwortung… 17… Loslassen. Ich sehe all das… ich sehe, wie unfähig sie ist das Leben zu organisieren.. Verabredungen zu haben, weil in Ihrem Kopf viel zu viel los ist. Ich sehe ihre Angst.. und ich kann nichts machen… Die Klinik sagte, Eigenveranwortung.. Dieses blöde Wort. Ja .. es ist richtig, Ja sie ist 17, ja Abnabelung.. aber sie ist in so vielen Dingen nicht so weit, noch weit weg von Erwachsen. Und ich schau weiter zu. ich schau zu mit all meinen Erfahrungen, und es tut weh. Wie sie mit Freunden, die alle Drogen nehmen feiert. Wie sie bis 5 Uhr am Handy wach ist und nicht schläft. Wie sie sich selbst über- und unterschätzt. Wie sie hoffentlich den mittleren Abschluss schafft. Wie sie keine Ahnung hat was danach kommt. Auch darauf kann ich sie nicht ansprechen, mit ihr im Internet schauen, oder zur Berufsberatung. Das setze sie unter Druck, Selbstverletzung, Eigenverantwortung. Ich halte ihren Arm, Rasierklingen sind schärfer, als ein so lang hin und her gebogen und schliesslich gebrochener Löffel, ich drücke den Verband auf die Wunde, da darf ich Mama sein, fürsorglich. Aber fragen darf ich nicht. Nicht warum, nicht wie ich helfen kann, oder wie ich Hilfe für sie organisiere… Kann das denn wirklich richtig sein? Eigenverantwortung und Abnabelungsprozess. Das sind Unworte für mich. Für Familien die eben nicht funktionieren.. für Menschen die verletzt wurden, durch andere… da ist es nicht so einfach.. Und ich schau zu. Und es tut weh! Verdammt weh!!!

Ich bin so aufgeregt

Ihr lieben, ich hab ne Auszeit. Ich hab sie mir genommen, ich habe ein Zimmerchen gebucht. Und es fühlt sich gut an..es fühlt sich richtig an. Alleine 2 Nächte nur mit mir! An der Nordsee, direkt hinterm Deich. Zeit für Gedanken, Zeit für Gefühle und Zeit für das Sortieren. .. ich lese das Cafe am Rande der welt und bin entschlossen, mir diese fragen zu stellen. Warum bin ich hier? Habe ich Angst vor dem Tod? Führe ich ein erfülltes Leben? Habt ihr darüber schon einmal nachgedacht?

Alles neu?!

Hallo ihr! Jetzt sind bei uns bald Ferien, meine Kleene ist seit 2 Wochen krank mit Fieber zu Hause. Es ist deshalb estwas ruhiger gewesen. Während dessen ist die Stundenzahl der Schulbegleitung aufgestockt worden auf 100% und natürlich wieder einmal eine neue Schulbegleitung. Die Koordinatorin der Institution möchte uns besuchen, meine Kleene kennen lernen und dann eine passende SB über die Ferien finden. Wir sind gespannt. Hoffentlich jemand starkes intelligentes, jemand der sich nicht manipulieren lässt und der Kleenen die Stirn bietet. Sonst hat auch diese wieder verloren. An alle die denken Hochbegabung sei ein Segen..ist es nicht!!! Im Übrigen brodelt die Gerüchteküche in unserer Kleinstadt über das was auf der Klassenfahrt passiert ist. Wir sind jetzt bei Waffenbesitz und Drohungen angekommen. Großartig!!! Liebe Leute..geht unseren Weg, erlebt unsere Erlebnisse und fühlt unsere Gefühle ä, erst dann könnt ihr urteilen

Bequem?!

Hallo ihr da draußen. Es war doch wieder einiges los. Meine Kleene darf nun von der Schule aus nicht mehr ohne Begleitung am Unterricht teilnehmen. Wenn keine Begleitung zur Verfügung steht, dann würde sie heim geschickt. Das wurde mir nebenbei gesagt. Ich finde es nicht gut, dass ein Kind vom Unterricht ausgeschlossen wird, nur weil vielleicht irgendwie irgendwas passieren kann. Also, dass sie sich etwas antut. Ja, die Schule will sich absichern, Verantwortung nicht übernehmen. Als ich daraufhin die Leitung der Schule anrief und diese Maßnahme schriftlich haben wollte, weigerte man sich. Es würde ja im nächsten Hilfeplangespräch protokolliert. Ich meinte ich hätte es gern für meine Unterlagen. Ordnungsmaßnahmen seinen auch schriftlich mitzuteilen. Die Leitung hat sich dann gewehrt und sagte, es wäre keine Ordnungsmaßnahme. Es wäre zum Schutz von meiner Kleenen. Das sehe ich anders. Aber die Schule weiß, dass wenn es eine Ordnungsmaßnahme wäre, es hätte viel mehr stattfinden müssen. Und das man dann sogar rechtliche Schritte einleiten könnte. So sind mir die Hände gebunden. Ausschluß vom Unterricht als Schutz vor sich selbst? Weil man depressiv ist? Und sich evtl leicht verletzt/ oberflächlich mal gekratzt hat. Finde ich überspitzt. Meine Kleene fühlt sich noch mehr ausgeschlossen dadurch. Das Jugendamt erhöht die Stunden nicht. Sie wird keine 100% begleitet. Nächste Woche gibts n großen runden Tisch. Jugendamt, Familienhilfe, Klinik, Schule, Eltern… ich bins gespannt.

Nun war es gestern soweit, die Schule rief an. Ich müsse die Kleene abholen. Sie wollte sich nicht setzen. Es war ein Fachraum es gab keine gewohnte Sitzordnung. Die Schulbegleitung ließ meiner Kleinen keine ruhige Minute, um sich zu sammeln. Sie wurde laut und lief in die Toilette. Das wird wohl jetzt immer so sein, dass wenn meine Kleene nicht den Unterrichtsraum betritt, sie abgeholt werden müsse. Wenn die Schule mir mein Gehalt bezahlt, von dem Job, den ich dann wohl verliere, kann ich immer Ad hoc bereit stehen. So ist es ein für mich unmöglich zu realisierbarer Zustand.

Meine Große wird zum Thema „Rechtssystem“ von der schule befreit. Sie ist grade auch so „schlecht drauf“, dass sie die Schule täglich eigentlich vorzeitig abrechen muss.

Als ich die Familienhilfe gefragt, habe was ich denn jetzt noch tun könnte, um die Kinder zu motivieren, die Schule weiterhin zu besuchen… „..das zu hause nicht so bequem machen…“ Wie nicht so bequem machen? Soll ich die Kinder bestrafen, weil sie schlimme Dinge erfahren haben? Wenn alle auf den Kindern rumhacken… ist es nicht meine Aufgabe als Mutter Ihnen zu Hause Schutz zu bieten?! Man braucht doch mal Zeit zum Durchatmen..

Meine Große…

Sie ist raus gerannt.. wieder einmal.. der Lehrer hatte keine Ahnung. Wieder ein Thema das sie aufwühlt und dazu bringt aus der Klasse zu laufen. Wieder ein kleines Stück Seele, welches erneut verletzt wird. Das Thema war ein Besuch beim Verwaltungsgericht. Das weckt böse Erinnerung an Ihren Erzeuger und seine Eltern. Ein Abschnitt im Leben, den kein Kind erleben sollte. Vor Gericht gegen den leiblichen Vater aussagen zu müssen, man möchte keine Kontakt mehr. Sorgerecht wurde entzogen und Kontaktverbot erwirkt. Er hat sich nicht gut und nicht regelmäßig gekümmert. Er wollte sie damals aus der Klinik holen, weil er es nicht für notwendig hielt und sie sowieso nicht freiwillig dort sei. wir hatten ihn lange Zeit vorher nicht gesehen. Dann während der Klinikzeit kam ein Geheimnis in ihr hoch. Eins welches ich bereits irgendwie ahnte… fühlte… auch äußerte an offiziellen Stellen. Aber es wurde nicht gehört. Und nun ist es war.. und dennoch so unglaublich. Da war das zweite Thema in der Schule, welches wieder eine Kleines Stück Seele verletzte. Pädophilie. der Vater des Vaters war einfach „zu nett“. Und heute ist sie aber dort geblieben. Heute ging sie in der nächsten Stunde wieder in den Unterricht. Sie ist so stark und sieht es selbst nicht. Und wenn ich doch nur helfen könnte, wenn ich ihr doch nur etwas von der Last nehmen könnte, wenn sie es mir nur erlaubt…

Funktionieren

Ich bin müde! Müde vom Kämpfen.. müde vom Rechtfertigen.. müde vom Erklären.. müde vom Starkseinmüssen.. müde der Verantwortung .. müde mich zu verstecken.. müde leise weinen zu müssen.. müde es allen zeigen zu wollen.. müde von mir.. müde von allem. Aber es muss weiter gehen, also funktioniere ich. Wie immer… bis es nicht mehr geht. Aber, wenn man denkt es geht nicht mehr, dann ist da doch noch ein Funke Kraft…

Hinfallen, Krone richten, weiter laufen..

Ich hoffe, dass es so gut für meine Kleine läuft. Sie konnte 1 Woche nicht zur Schule. Die anderen Kinder der klassenstufe mussten teilweise psychologisch betreut werden. Und auf ihre Rückkehr wurde hingearbeitet. „Wie gehen wir mit ihr um etc..“ Eigentlich ja eine gute Sache. Aber auf dem Rücken meiner Kleenen. Sie hat umso mehr das Gefühl nicht dazu zu gehören. Aber diese Hürde werden wir auch schaffen. Wieder mal..wie so immer.. wie seit Jahren. Wünschen wir ihr Glück für den Start!

Schulbegleitung

Habt ihr Erfahrungen mit Schulbegleitungen? Man kann ja solche und solche haben. Und nach dem Vorfall mit unserer Kleenen, hat sich bis heute die Schulbegleitung nicht bei uns gemeldet. Meine Gedanken dazu sind zwiespältig. Unsere Kleene darf nicht in die Schule, die Kinder seien traumatisiert. Hm.. ja ok.. war schon krass. Aber wie viele es wirklich mitbekommen haben, weiß ich nicht. Die Kleene hat oft Probleme in verschiedensten Situationen. Sie wird laut wütend impulsiv.. verweigert erstmals alles. Und bei der Disco im Schullandheim kam sie mit verschiedenen Dingen nicht gut zurecht. Zuvor haben die Mädchen aus ihrem Zimmer sie gehindert rechtzeitig zu einer Schüler Lehrer Versammlung zu erscheinen. Und kindische „wir sperren zwei kids in einem Raum dann sind die ein Pärchen“ versuche überfordern sie auch. Irgemdwie irgendwann ist sie von dieser Veranstaltung im Schullandheim weg gegangen..hat sich im Kleiderschrank eingesperrt. Nicht mal da hatte sie Ruhe vor einigen Mitschülern. Sie nahm ihre Ohrringe und versuchte sich zu verletzen. Und wiederholte mehrmals, dass sie nicht mehr leben wolle. …. das alles ist sehr Schlimm. Aber sie hat kaum zu sehende Kratzer. Und Ihre Aussagen hatten weniger der Schüler mitbekommen. Später dann vom Hören Sagen. Und jetzt gibt es einzelne und Gruppentermine mit Klassen und Schülern. Und die kleene soll zu hause bleiben. Damit die Anderen darauf vorbereitet werden, wenn sie wieder kommt. Oookay…. und wer denkt an die Kleene? Und an die Empfehlung ihrer Psychologin? Keiner von der Schule. Auch nicht die Schulbegleitung oder deren Träger die haben sich ja mit der Schule a gesprochen. Vllt sehe ich es zu verbissen.. aber die Kleene jetzt nicht zu lassen, obwohl sie den Mut hatte sich dem zu stellen ist wieder eine Enttäuschung für sie und die Bestätigung, dass sie nicht gewollt ist.

Wie bitte komme ich nach Sylt

Bild von Ralf Roletschek – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28817842

Hey… heute ist Samstag. Meine Kleene war auf Klassenfahrt. Leider kam Mittwoch ein Anruf, wir müssten Sie abholen. Ich weiß nicht, wie es euch damit geht, aber ich war erschrocken, ängstlich aufgeregt, wütend.. alle auf einmal. Die Lehrerin rief kurz nach halb zehn am Abend an. Tja, für die, die es nicht wissen, da fährt so gar nichts mehr auf die Insel. Wir schauten auf Websites wie und wann wir hin kämen. Tatsächlich um 4:30h. Da wir in der Nähe von Hamburg wohnen, fuhren wir um 2h in der Nacht los. Bis dahin beschäftigte ich mich mit den Infos die ich von der Lehrerin bekam…. Frau Jung, sie hat sich im Schrank eingesperrt, sie hat versucht sich mit den Ohrringen zu verletzen, sie wollte nicht mehr Leben und hat dies mehrmals zu den Kindern zu Lehrer und dem Notarzt gesagt. Sie liegt nun im Krankenhaus in Westerland. Die Kinder haben Angst, sie kann nicht hier bleiben… Ich war in Gedanken einfach gar nicht da, nicht hier… es ist soviel passiert in den letzen Jahren. Dazu bald mehr. Wir sind um 5:30h im Krankenhaus gewesen. Die Kleene schlief. Nun mussten wir auf die Visite warten. Und darauf, ob wir sie mit nach Hause nehmen durften. Unter der Voraussetzung ein Termin am selben Tag in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie zu haben. Ja, dann kann sie mit. Den Termin bekamen wir. Denn sie war je eigentlich gerade vor kurzer Zeit in der Tagesklinik. SO ging es schnell. Wir fuhren Richtung Heimat mit Zwischenstopp in Lübeck. Dort kannten wir uns bereits aus und hatten dann sofort einen Termin mit der Psychologin meiner Kleenen. Nach 1 Std konnten wir mit der Kleenen nach Hause. Nicht akut Selbstmordgefährdet hieß es. Nächste Woche haben wir einen weiteren Termin zur Besprechung wie es nun weiter geht. Tagesklinik? Oder stationäre Aufnahme? Und noch der Blindversuch mit Medikamenten. Und während unserer Autoodyssee war meine Große allein zu Hause und ich auch in Gedanken bei ihr.

einfach anfangen…

… so denke ich es mir. Einfach los schreiben, aber so einfach ist das gar nicht.

Ich habe mich für diesen Block entschieden, weil ich glaube,dass sich Leute, die ähnliches erfahren haben, gern austauschen und damit auch merken, nicht allein zu sein.

Dieser Block soll Zuhörer sein, Tippgeber und wie die Schweiz unpolitisch! Keiner wird aufgrund seiner Erlebnisse verurteilt oder sogar beleidigt. Das ist mir hier sehr wichtig.

Wenn jemand gemein wird und oder persönlich, dann behalte ich mir vor, diese Beiträge zu löschen! Worte haben Macht, daran glaube ich. Auch Gedanken haben Macht. Es ist das Gesetzt der Anziehung. und vielleicht ist das die Wurzel allen Übels…