Therapieerstgespräche

ich weiß ja nicht, wie es euch so damit geht, aber ich finde es immer etwas befremdlich. Ich weiß ja was ich alles erlebt habe und im mich herum passiert ist. Dafür hatte ich etwas mehr als 40 Jahre Zeit. Aber mein Gegenüber hat keine Ahnung. Nun muss ich also alles erzählen. Wo fängt man am besten an?! Ich dann mit dem: „Was ist den aktuell so los bei Ihnen“ Meine Töchter waren beide dieses Jahr in der Klinik, die Kleine in der Tagesklinik und die Große stationär. Das war vielleicht ein Logistisches ding.. beide gleichzeitig besuchen oder hin und herfahren und die Termine mit Ärzten und Therapeuten. Und dann ist da ja auch noch mein Partner, er ist nicht Vater der Kinder. Die beiden haben jeweils einen anderen. Ja, komplizierte Geschichte. Ich bin schwerbehindert, ( ja sieht man mir nicht an). Ich bin als Kind ohne Darmausgang geboren. Damals war es noch recht unbekannt. Und man hat ein wenig an mir rumgedoktert. Bei 23 Operationen hat meine Mutter auf gehört mitzuzählen. ich denke es waren dann mehr als 30, sonst wüsste ich es, oder meine Mutter früher, als sie mir sagte, sie hat aufgehört zu zählen. Meine letzte OP hatte ich mit 9 Jahren. Ich habe Windeln getragen, durch die ganze Grundschulzeit. Nachts noch bis ich 15 jahre alt war. Im Kindergarten, soweit ich mit erinnere, vielleicht auch etwas vorher hatte ich einen künstlichen Darmausgang. Meine Eltern logen, wenn ich ins Krankenhaus musste, damit ich ins Auto einstieg. Wir würden zu Oma und Opa fahren. Dann luden sie mich ab. Ich war fast durchgängig die ersten 2 lebensjahre im Krankenhaus. Prägezeit war also nicht in der Familie. So fühle ich mich bis heute. Aufgrund meiner Behinderung war nicht klar ob ich Kinder bekommen konnte. Als ich dann mit Anfang 20 trotz Pille danach schwanger war.. und der Frauenarzt zustimmte, dennoch Risikoschwangerschaft, habe ich mich für das Kind entschieden. Es war vielleicht die einzige Chance, jemals. Und das der Vater nutzlos und dumm ist, wusste ich da bereits, wir waren erst 4 Monate ein Paar. Wie krank er und seine Familie ist, war mit allerdings da noch nicht bewusst. Ich zog mit meiner Großen aus. Damals war sie ungefähr 1 einhalb Jahre alt. Ich lernte bald einen neuen Mann kennen. Wir verliebten uns. Er war toll. Wir zogen zusammen. Meine Große entwickelte Auffälligkeiten. Keiner nahm mich und oder sie ernst. Meine Mutter wurde schwer krank. Sie starb das Jahr an Krebs. Ich versank in Trauer. Alleinerziehend mit neuem Partner in Elternzeit, automatisch Hartz4 und der neue kam mit meiner Trauer nicht zurecht. Auch nicht, dass er zahlen musste. Weshalb wir ein Jahr später auszogen. Weil wir nicht komplett von einander los lassen konnten. oder aus Spaß oder langeweile oder Trauer, schliefen wir doch noch einmal mit einander. Während meiner Periode.. und zack.. schwanger. Für mich war klar, beim Verdacht, Abtreibung. Alleinerziehend, kleiner Job.. dann wieder Harz4 .. das geht nicht.. 2 Kinder . Bis genau an diesem Tag mir meine Schwester Ihren Schwangerschaftstest unter die Nase hielt und wir beide am nächsten Tag einen Termin beim Frauenarzt bekamen. Wir waren zeitgleich schwanger. Also wirklich abtreiben? Immer meine Nichte/meinen Neffen sehen? Mit dem Gedanken, mein zweites wäre genauso alt. NEIN.. also zog ich es allein durch. Ohne ok von meiner Familie oder vom Vater und ohne Kontakt in der Schwangerschaft. Die Große wurde in der Schule so auffällig, dass die Lehrer mit mir über ihre Distanzlosigkeit redeten. Die Kleene war ein Schreibaby. mehr als 5 Monate lang. Wir zogen aus der 2 Zimmer Wohnung aus. Dort hatte ich eine tolle Freundin, die mir viel geholfen hat. Meiner Familie waren und sind meine Kinder zu anstrengend. Ich fing an zu arbeiten. Dir Firma ging bakrott. Ich kam in die Klinik. Meine Kinder zu der Freundin. Für meine Familie waren und sind sie zu anstrengend finden. Ich war lange krank geschrieben um mich zu erholen. Ich konnte bei Einlieferung ins Krankenhaus nicht mehr sprechen. Ich habe nicht 1 vernüftiges Wort heraus bekommen. Mein Vater bekam schwere Hirnblutungen, lag wochenlang im Koma. Wir waren wirder in Trauer, doch er überlebte. Nicht mehr ganz wie zuvor. Aber er lebte. Meine Kleene wurde nun mehr und mehr auffällig. Kindergarten. Schule. Termine beim Jugendamt Termine Bei Psychologen in therapiezentren. Aspergerdiagnose. Therapien. (ich kürze das hier mal ab) Meine Große war Im Kinderhaus, aber man konnte den Kern Ihres „Problems“ nicht erfassen. Wir dümpelten vor uns hin und vertrauten den offiziellen Stellen, Ärzten und oder Psychologen. Nun ja.. bis es eben nicht gut sonder schlechter wurde und beide in die Klinik mussten. Und nun sitzen wir hier. Und ich bin müde…

Bleib hier

Heute bin ich nach Hause gekommen. Ich war eine Nacht fort, Voruntersuchung zur Stammzellenspende. Als ich wieder zu hause ankam, war meine Große noch zur Therapie. 20 min später war sie da und ich spürte wieder etwas. Ich habe eine gute Intuition und vertraue ihr seit einiger Zeit wieder sehr. Freitag trank ich nichts, weil der Gedanke kam, eine Freundin braucht mich noch. Sie rief 4 std später an und war mit verdacht auf Blasensprung auf dem Weg ins Krankenhaus. Sie ist allein schwanger. Das weitere Wochenende hatte ich immer wieder Bilder im Kopf, wie meine Große sich mit Rasierklingen tötet. Ich wollte die Gedanken weg schieben.. solche Bilder nicht sehen, doch den Abend war es gut darauf zu hören. Meine Große war in der Badewanne. Ich gehe sonst nie ins Bad, wenn sie drinnen ist. Diesmal ja.. und redete einfach kurz und tat so als würde ich was suchen. Heute erzählte Sie mir dann, ich hätte ihr das Leben gerettet. Nicht auszudenken was wäre, wenn ich nicht nach ins Bad gegangen wäre. Auf der einen Seite rettet man Leben.. und es ist so einfach. Auf der anderen ist man hilflos

Brief an meine Große

Ich weiß du glaubst du hast es schwer. Ich weiß du fühlst es. Und ich weiß, dir ist etwas passiert, was niemals einem Kind je passieren sollte. Ich weiß du hast ne scheiß Wut in Dir! Ich bitte dich um eines, Du kannst nicht verurteilen oder Wut empfinden, dich verloren fühlen, ungeliebt. Wenn allein DU dich zurück ziehst. Wenn du die Therapie nicht nutzt. Wenn du nicht bei uns sein willst. Wenn wir nicht helfen dürfen, weil du dich unter Druck gesetzt fühlst. Du glaubst, ich weiß nicht was du durchmachst, aber ich denke ich kann es nachvollziehen. Mein Leben fing ab der ersten Sekunde an „anders“ zu sein. Ich hatte ab der ersten Sekunde, niemals eine Chance „normal“ zu leben. Ich bin behindert auf diese Welt gekommen. Ich bin so oft operiert worden, als Kind, dass meine Mutter nicht mehr zählen konnte. Ich war beinahe die ersten 2 Lebensjahre im Krankenhaus. Ich bin wochenlang allein im Krankenhaus gewesen. Ich hatte keine Chance Urvertrauen zu entwickeln, ich hatte keine Chance zur Familie zu gehören. Bis heute. Ich wurde im Genitalbereich mehrfach von Fremden angefasst, ich wurde dort genau angeschaut. Mir wurden Eisenstäbe in diesen Bereich eingeführt. Dicke und dünne Finger um zu fühlen. Ich hatte unzählige Einläufe, glaub mir heute sind die Pipifax. Oft war ich war allein in einem großen kalten Raum, bekam Kontrastmittel fürs Röntgen und danach saß ich ewig auf einem 10l Eimer und sollte abführen. Und meine Eltern saßen daneben und sagten: „Stell dich nicht so an, die meinen es ja nur gut“. Ich war ein Baby. Ich war ein Kleinkind. Ich durfte teilweise nicht allein auf die Toilette, denn man muss ja sehen, was da so kommt. Ich habe Windel getragen, die komplette Grundschule durch.. und bis ich 15 war noch nachts. Ich wurde gehänselt. Ich hatte keine Freunde. Meine Eltern logen mich an, jedesmal, wenn ich wieder ins Krankenhaus musste. „Wir fahren zu Oma“ und dann ließen sie mich im Krankenhaus allein. Man roch an meinem Po, ob ich mich auf die gute Couch setzen durfte. Ich war im Hintergrund. Meine große Schwester und ich hatten oft dieselben Kleider. Sie in rosa ich in blau. Sie einen Bikini ich einen Badeanzug. Ich habe zwei Schwestern. Eine ist super sportlich, eine erfolgreich. Ich machte die Hausaufgaben der Großen, ich aß die Dinge, die sie nicht mochte. Ich bekam keinen Nachtisch. Ich war auf dem Gymnasium, nicht jemand anderes, aber die Anderen bekamen das Lob. In der Pubertät habe ich immer Angst gehabt, dass ich in die Hose machen würde. Intim werden war der Horror und ist bis heute schwierig. Ich war nie gut genug, es war niemals jemand stolz. Es sind so viele Verletzungen die ich bis heute verarzten muss. Verzweiflung, Wut, Angst, nicht gut genug, Leere, Depression. Es gab Zeiten, da wollte ich sterben. Ich habe mich verletzt, aber so, dass es niemand bemerkte. Ich habe mich gequält jeden Tag. Und dabei wollte ich nur gesehen werden. Anerkannt. Geliebt. Mein Schatz, du wirst gesehen, du bist anerkannt, du wirst geliebt! Bitte sieh es. Ich weiß, wie du dich fühlst, Aber du bist NICHT allein!

Schule,

Hallöchen… nun sind bei uns die Ferien ja um, und ndch dem ganzen Theater hat die Schulbegleitung aufgegeben. Nun hat meine Kleene eine neue Schulbegleitung, die scheint sehr gut geeignet..HOPEFULL… Leider kann die erst nächste Woche anfagen. Da die Schule aber sagt, die Kleene darf nicht ohne Begleitung am Unterricht teilnehmen, wurde ich doch etwas nervös. ich und auch der Träger der Schulbegleitung haben der Schule eine Email geschickt, um uns zu versichern, dass die Kleene zur Schule darf. Die Antwort: Die Kleene kann erstmal am Montag zur Schule kommen und dann sehen wir weiter“ ÄHHMM… Ich habe gedacht ich bin im falschen Film. Ich war noch krankgeschrieben. Gott sei Dank, so hatte meine Kleene ein Backup, aber ganz ehrlich, was ist das für ne Aussage. Wir schauen mal. Sie hätte zurück geschickt werden können, wenn die Lehrer sich „mal wieder“ „unwohl“ fühlen. Grrr… Was ist denn das für ein Zeichen an die Kleene?! Nun ist sie seit ein paar Tagen in der Schule, Ihre Anspannung steigt, so dass schon morgens Kampf angesagt ist. Ich habe versucht sie zu motivieren, indem ich ihr gesagt habe: Du willst keine Begleitung, dass zeigs denen jetzt! Aber für sie ist es einfach anstregend so ein Tag voller Anforderungen, Menschen, Lauten und fremden Räumen zu bestehen. Eine Email die mich vorhin erreicht hat, sagt, dass die Schulbegleitung doch länger ausfällt. Wünscht mir Glück, dass die Schule da mit zieht.

Durcheinander

Hallo ihr Lieben, nachdem wir jetzt (fast) alle durch sind mit krank sein und Lungenentzündung, muss ich mich meiner Arbeit stellen. Ich arbeite erst seit Juni dort. Ich sollte sortieren, Büro in Ordnung halten, Post und Ablage machen. Super, dachte ich, einfache Arbeiten ohne viel Nachdenken und Stress. Nun ja, in Wirklichkeit sieht es anders aus. Wir sind zu 6. Chef hat die Partnerin dabei, die stinkendfaul ist. Chefin hat Söhnchen dabei, der auch nur bedingt soziale Kompetenz an den Tag legt. Die Kollegin und ich. Das es da zu Familienreibereien kommt, muss ich euch nicht sagen. Man motzt, zickt und droht mit Kündigung. Und ich sitze nebenan. Chefin ist überlastet und lässt es an uns aus. Neulich hat sie mich zurecht gestutzt, weil ich eine Anweisung vom Chef befolgt habe, ohne sie zu fragen, ob ich diese ausführen darf. Mit der Arbeit von ihr konnte ich nicht weiter machen, denn ich musste auch erst sie fragen und mich rückversichern. Denn das soll ich jedesmal. Es ist eine neue Aufgabe die mir zugeteilt wurde.. listen führen, Email schreiben für Kundenwünsche am Bau. Aber nicht eigenständig!!!! Jetzt ist es ja aber so anders als gedacht und ich hab dort schon ziemlich Stress, denn jedesmal denke ich, darf ich das jetzt? Muss ich fragen? Frag ich zuviel? Hintergehe ich den anderen Chef? Und dazu noch.. Chefin ist nicht immer da.. viel zu Besprechungen.. wie soll ich arbeiten? Ich hab keine Ahnung. Was würdet ihr tun?

Mutter sein…

hey ihr Lieben, ich weiß nicht so richtig, wie ich es beschreiben soll. Kennt ihr das? Ihr habt immer alles gemacht, alles organisiert und ward immer da für eure Kinder. Und dann werden Sie groß… und dann kommt das Loslassen. Für mich eine große Hilflosigkeit. Meine Kinder sind ja nicht einfach, durch Erfahrungen durch Erlebnisse. und auch ich bin nicht einfach, durch verschiedene Dinge. Es gibt Große Worte der Diagnostik, es gibt Therapien für die Kinder und für mich, es gibt Familienhilfe, aber wer nimmt einen das Gefühl, es allein machen zu müssen, wenn es bisher doch immer so war? Meine Kinder brauchten viel Hilfe, brauchten viel Unterstützung, und nun ist eins 17 und will erwachsen sein. Es kann trinken, feiern, Geld ausgeben, lange nachts am Handy wach sein, und sich selbst verletzten, zur schule gehen oder nicht, alles (laut Klinik) das liegt in Ihrer eigen Verantwortung. Sie kann sich mit Jungs treffen, denen Sie den Kopf verdreht, aber hat eigentlich einen Freund, den Sie nie sieht, außer auf dem Handy Bildschirm. Sie kann aber keinen Termin vereinbaren beim Frauenarzt, Sie hat Angst zu telefonieren, sie hat Angst Bus Bahn Taxi zu fahren. Sie ist vom WiPo Unterricht befreit, weil sie dort gerade das Strafwesen durchnehmen und sie andauernd getriggert wird… Aber auch da.. Eigenverantwortung… 17… Loslassen. Ich sehe all das… ich sehe, wie unfähig sie ist das Leben zu organisieren.. Verabredungen zu haben, weil in Ihrem Kopf viel zu viel los ist. Ich sehe ihre Angst.. und ich kann nichts machen… Die Klinik sagte, Eigenveranwortung.. Dieses blöde Wort. Ja .. es ist richtig, Ja sie ist 17, ja Abnabelung.. aber sie ist in so vielen Dingen nicht so weit, noch weit weg von Erwachsen. Und ich schau weiter zu. ich schau zu mit all meinen Erfahrungen, und es tut weh. Wie sie mit Freunden, die alle Drogen nehmen feiert. Wie sie bis 5 Uhr am Handy wach ist und nicht schläft. Wie sie sich selbst über- und unterschätzt. Wie sie hoffentlich den mittleren Abschluss schafft. Wie sie keine Ahnung hat was danach kommt. Auch darauf kann ich sie nicht ansprechen, mit ihr im Internet schauen, oder zur Berufsberatung. Das setze sie unter Druck, Selbstverletzung, Eigenverantwortung. Ich halte ihren Arm, Rasierklingen sind schärfer, als ein so lang hin und her gebogen und schliesslich gebrochener Löffel, ich drücke den Verband auf die Wunde, da darf ich Mama sein, fürsorglich. Aber fragen darf ich nicht. Nicht warum, nicht wie ich helfen kann, oder wie ich Hilfe für sie organisiere… Kann das denn wirklich richtig sein? Eigenverantwortung und Abnabelungsprozess. Das sind Unworte für mich. Für Familien die eben nicht funktionieren.. für Menschen die verletzt wurden, durch andere… da ist es nicht so einfach.. Und ich schau zu. Und es tut weh! Verdammt weh!!!

Ich bin so aufgeregt

Ihr lieben, ich hab ne Auszeit. Ich hab sie mir genommen, ich habe ein Zimmerchen gebucht. Und es fühlt sich gut an..es fühlt sich richtig an. Alleine 2 Nächte nur mit mir! An der Nordsee, direkt hinterm Deich. Zeit für Gedanken, Zeit für Gefühle und Zeit für das Sortieren. .. ich lese das Cafe am Rande der welt und bin entschlossen, mir diese fragen zu stellen. Warum bin ich hier? Habe ich Angst vor dem Tod? Führe ich ein erfülltes Leben? Habt ihr darüber schon einmal nachgedacht?

Alles neu?!

Hallo ihr! Jetzt sind bei uns bald Ferien, meine Kleene ist seit 2 Wochen krank mit Fieber zu Hause. Es ist deshalb estwas ruhiger gewesen. Während dessen ist die Stundenzahl der Schulbegleitung aufgestockt worden auf 100% und natürlich wieder einmal eine neue Schulbegleitung. Die Koordinatorin der Institution möchte uns besuchen, meine Kleene kennen lernen und dann eine passende SB über die Ferien finden. Wir sind gespannt. Hoffentlich jemand starkes intelligentes, jemand der sich nicht manipulieren lässt und der Kleenen die Stirn bietet. Sonst hat auch diese wieder verloren. An alle die denken Hochbegabung sei ein Segen..ist es nicht!!! Im Übrigen brodelt die Gerüchteküche in unserer Kleinstadt über das was auf der Klassenfahrt passiert ist. Wir sind jetzt bei Waffenbesitz und Drohungen angekommen. Großartig!!! Liebe Leute..geht unseren Weg, erlebt unsere Erlebnisse und fühlt unsere Gefühle ä, erst dann könnt ihr urteilen

Bequem?!

Hallo ihr da draußen. Es war doch wieder einiges los. Meine Kleene darf nun von der Schule aus nicht mehr ohne Begleitung am Unterricht teilnehmen. Wenn keine Begleitung zur Verfügung steht, dann würde sie heim geschickt. Das wurde mir nebenbei gesagt. Ich finde es nicht gut, dass ein Kind vom Unterricht ausgeschlossen wird, nur weil vielleicht irgendwie irgendwas passieren kann. Also, dass sie sich etwas antut. Ja, die Schule will sich absichern, Verantwortung nicht übernehmen. Als ich daraufhin die Leitung der Schule anrief und diese Maßnahme schriftlich haben wollte, weigerte man sich. Es würde ja im nächsten Hilfeplangespräch protokolliert. Ich meinte ich hätte es gern für meine Unterlagen. Ordnungsmaßnahmen seinen auch schriftlich mitzuteilen. Die Leitung hat sich dann gewehrt und sagte, es wäre keine Ordnungsmaßnahme. Es wäre zum Schutz von meiner Kleenen. Das sehe ich anders. Aber die Schule weiß, dass wenn es eine Ordnungsmaßnahme wäre, es hätte viel mehr stattfinden müssen. Und das man dann sogar rechtliche Schritte einleiten könnte. So sind mir die Hände gebunden. Ausschluß vom Unterricht als Schutz vor sich selbst? Weil man depressiv ist? Und sich evtl leicht verletzt/ oberflächlich mal gekratzt hat. Finde ich überspitzt. Meine Kleene fühlt sich noch mehr ausgeschlossen dadurch. Das Jugendamt erhöht die Stunden nicht. Sie wird keine 100% begleitet. Nächste Woche gibts n großen runden Tisch. Jugendamt, Familienhilfe, Klinik, Schule, Eltern… ich bins gespannt.

Nun war es gestern soweit, die Schule rief an. Ich müsse die Kleene abholen. Sie wollte sich nicht setzen. Es war ein Fachraum es gab keine gewohnte Sitzordnung. Die Schulbegleitung ließ meiner Kleinen keine ruhige Minute, um sich zu sammeln. Sie wurde laut und lief in die Toilette. Das wird wohl jetzt immer so sein, dass wenn meine Kleene nicht den Unterrichtsraum betritt, sie abgeholt werden müsse. Wenn die Schule mir mein Gehalt bezahlt, von dem Job, den ich dann wohl verliere, kann ich immer Ad hoc bereit stehen. So ist es ein für mich unmöglich zu realisierbarer Zustand.

Meine Große wird zum Thema „Rechtssystem“ von der schule befreit. Sie ist grade auch so „schlecht drauf“, dass sie die Schule täglich eigentlich vorzeitig abrechen muss.

Als ich die Familienhilfe gefragt, habe was ich denn jetzt noch tun könnte, um die Kinder zu motivieren, die Schule weiterhin zu besuchen… „..das zu hause nicht so bequem machen…“ Wie nicht so bequem machen? Soll ich die Kinder bestrafen, weil sie schlimme Dinge erfahren haben? Wenn alle auf den Kindern rumhacken… ist es nicht meine Aufgabe als Mutter Ihnen zu Hause Schutz zu bieten?! Man braucht doch mal Zeit zum Durchatmen..

Meine Große…

Sie ist raus gerannt.. wieder einmal.. der Lehrer hatte keine Ahnung. Wieder ein Thema das sie aufwühlt und dazu bringt aus der Klasse zu laufen. Wieder ein kleines Stück Seele, welches erneut verletzt wird. Das Thema war ein Besuch beim Verwaltungsgericht. Das weckt böse Erinnerung an Ihren Erzeuger und seine Eltern. Ein Abschnitt im Leben, den kein Kind erleben sollte. Vor Gericht gegen den leiblichen Vater aussagen zu müssen, man möchte keine Kontakt mehr. Sorgerecht wurde entzogen und Kontaktverbot erwirkt. Er hat sich nicht gut und nicht regelmäßig gekümmert. Er wollte sie damals aus der Klinik holen, weil er es nicht für notwendig hielt und sie sowieso nicht freiwillig dort sei. wir hatten ihn lange Zeit vorher nicht gesehen. Dann während der Klinikzeit kam ein Geheimnis in ihr hoch. Eins welches ich bereits irgendwie ahnte… fühlte… auch äußerte an offiziellen Stellen. Aber es wurde nicht gehört. Und nun ist es war.. und dennoch so unglaublich. Da war das zweite Thema in der Schule, welches wieder eine Kleines Stück Seele verletzte. Pädophilie. der Vater des Vaters war einfach „zu nett“. Und heute ist sie aber dort geblieben. Heute ging sie in der nächsten Stunde wieder in den Unterricht. Sie ist so stark und sieht es selbst nicht. Und wenn ich doch nur helfen könnte, wenn ich ihr doch nur etwas von der Last nehmen könnte, wenn sie es mir nur erlaubt…