welchen Namen bekommt das Kind?!

Hey ihr Lieben, es nimmt kein Ende. Immer wieder Achterbahnfahrt. Ich hatte letzte Woche Gespräche mit der Ergo und der Psychotherapie. Beide sagten, dass die Tagesklinik etwas übersehen haben muss. Die Diagnose ADHS Wahrnehmungsstörung emotionale Störung Hochbegabung.. das reicht nicht aus. WHAT? Seit die Kleene geboren wurde, hatte ich das Gefühl, etwas ist anders. Kaum einer glaubte mir. Dann im Kindergarten, auch die ersten „Offiziellen“ sahen, dass etwas nicht stimmt. Doch es ist bestimmt nur die überforderte Mutter, die ihr Kind verzieht. -“ Immer wenn der Kleinen etwas nicht passt, schreit sie.“- Sie durfte bei Aktionen nicht mitmachen, auf Ausflügen nicht und sowieso saß sie meistens in der Garderobe am „bocken“. Dann Schule, auch die erkannte bereits nach ein paar Tagen…angesprochen wurde ich am Kennenlernnachmittag in der Schule, dass sie unbeschulbar sei. KJP ..Testung.. Hochbegabung.. ja sie sei anstrengend. Das wird wohl auch so bleiben. DANKE… die Schule war Gott sei Dank ein Stück auf meiner Seite und meinte auch da müsse mehr sein. Ich ging zu einer Fachklinik. Dort diagnostizierte man auch Asperger. Bei Mädchen schwer zu sehen, aber er sei ja Profi. Der Vater war dabei… OK. So „bahandelten“ wir sie jahrelang. Sie wurde impulsiver und lauter und problematischer. Als sie mir eine Nadel in die Zahnürstenborsten steckte, weil sie wütend war, dacht ich mir, ich gehe dem Rat nach und bespreche mit der KJP Medikamente. Der Vater war dabei und fiel mir in den Rücken. Die KJP begrüßte es.. beide handelten in meinem Beisein aus, das ne Tagesklinik ja total super wäre. Morgens hin Nachmittags zurück.. Lübeck Flensburg Schleswig.. Ähm?! und wer kümmert sich. Wer fährt sie? Er würde ja, wenn in seiner Nähe was frei wäre.. Das zog er am selben Abend zurück. Ich habe immer etwas Zweifel an Diagnosen, bin mir aber sicher, dass es nicht nur die Hochbegabung oder ADHS ist. Und das eine Medikamentöse Behandlung von einer Impulskontrollstörung unabhängig von der Diagnose stattfinden kann.. Vater und KJP nicht. Nun, um Hilfe zu bekommen, muss man sich dem Fachpersonal ja irgendwie beugen. Sie ging zur Tagesklinik.. natürlich organisierte ich alles allein. mit Job mit depressiven suizidalen größerem Kind.. und krebskranken Partner. KEIN Problem. Da kam dann die oben genannten Diagnosen heraus. Asperger würden Sie nicht sehen, da sie sich ja in der Gruppe beteiligt. Anderen Hilft, und wenn sie „durchgedreht ist“ sich schämte zurück in den Raum zu den Anderen zu gehen. OOOOOKAY.. super Standarts.. In der Tagesklinik war sie das einzige Mädchen. Das sollte wohl noch erwähnt werden. Mädchen und Asperger ist was ganz anderes als Jungen. Ich kämpfte um Anerkennung meiner Tochter.. meiner Meinung .. und meiner Erziehung. Angst Fehler gemacht zu haben nicht genug gekämpft zu haben, aber einem sind die Hände gebunden ohne Diagnose. Ich habe allen Beteiligten immer offen meine Meinung gesagt. Und auch die Therapeutin fragte, warum alle mit der Diagnose der Tagesklinik mitgingen. Weil alle außer mir, damit zufrieden waren. Und ich als „alleinerziehende“ die selbst mal in der Klapse war, ja sowieso total überfordert ist, wenn ich ein Gefühl zu einer Fachdiagnose habe.. ja.. wem gibt man dann wohl recht? In den nächsten 2 Wochen sind die Termine. Ich bin sowas von gespannt. Ob die KJP, die es ja nicht sieht, doch die Diagnose stellt. Ob der Vater dann mit geht oder sich weiterhin sträubt. Und ob es dem Kind den hilft??? und ob die Kleine damit klar kommt. Mitten in der Pubertät so eine Achterbahnfahrt. Was tut man Kindern nur damit an?

Verbandszeug kaufen

Hey ihr Lieben, ich sammel seit meinem Aufenthalt in der Tagesklinik mal alle Berichte zusammen. Ich hatte vergessen, dass ich eine Persönlichkeitsstörung hatte. Einer sagt so.. einer so. Kennt ihr das auch, geht es weg..oder versteckt es sich? Hat mir noch nie jemand erklärt. Ich kenne Borderline von einer Freundin und von meiner Großen, und eigentlich sagte man uns, es wird sie ihr ganzes Leben lang begleiten. Nun war es Monatelang ruhig bei meiner Großen. Nun waren die Prüfungen und sie hängt bis zur Ausbildung in der Luft. Am Wochenende wurde es emotional.. wir redeten über ihre 18. Geburtstag. Und sie vor der Angst, die Familie des Erzeugers könnte vorbei kommen. Mal wieder unangemeldet. Aber darunter der Großvater, der Sie missbrauchte. Seit einem Jahre haben wir die nicht gesehen, sie war das erste mal stationär. Nachdem der Erzeuger gedroht hatte sie doch rauszuholen, denn er glaubte nicht sie sei freiwillig dort, gab es eine Gerichtsverfahren. Nun habe ich alleiniges Sorgerecht und er Kontaktverbot. Aber der schlimmste Mensch ist der Großvater.

Im Laufe des Abends wurde es schlimmer, meine Große und ich fuhren Nachts noch ne Stunde umher und hörten im Auto Musik. Sie weinte bitterlich und redete etwas über die Vergangenheit. Sie meinte sie hätte niemanden außer mich.. Halbschwester Halbcousine halb halb halb. Wenn ich nicht mehr bin, dann stirbt sie auch. Ist die Vorstellung nicht furchtbar.. ich bin nunmal älter .. das wird passieren. Als wir spät Nachts zu Hause waren, sammelte Sie noch Verbandszeug aus dem 1. Hilfe Kasten ein. Sie sagte, sie könne, wenn es soweit ist, nicht nach Hilfe fragen und es wird passieren. Klinik war auf keinen Fall eine Option. Ich überlegte was ich tun sollte.. ich war die ganze Nacht mit einem Ohr und Auge wach. Den nächsten Morgen schaute ich direkt ins Zimmer.. keine Blutspuren.. auch im Bad nicht. Aber sie hatte einen Verband am Unterarm. Kleine Erleichterung. Als sie aufstand wechselte ich den Verband. Es war nicht tief blutete aber noch, ich denke, das der Verband an den Schnittwunden klebte und diese beim wechseln wieder aufgingen. Viel haben wir nicht mehr da… Wir bestellten am Abend Verbände, Wundkompressen und Steri Strips…

Alltag, was ist das schon…

Hey ihr Lieben, nun war ich selbst nochmal 6 Wochen in einer Tagesklinik. Abgespecktes Programm, halbtags. Aber besser als nichts. Die letzten Wochen waren anstrengend für mich. Einmal Nachmittags, einmal Morgens in die Klinik, dann Homeschooling. Dann auch irgendwie der Druck, etwas für / mit den Kids zu machen. Aber wie, wenn die Pubertiere so gaaaaar nicht zu motivieren sind. Und Mama eigentlich auch nur müde.?! Hier in kleines Spiel, da Pfannkuchen ..Gassi gehen.. Ja auch mal einen Film schauen. Und zwischendurch immer die Frage, mach ich alles richtig? Gibt es ein „Richtg“? Was wäre richtig? und wenn es richtig für die eine ist, ist es richtig für die andere?

Meine Große hat gestern ein paar Steine ihrer Mauer einfallen lassen. Wir waren bei den Nachbarn ( 2 Haushalte dürfen ja mittlerweile) grillen. Dann kam der 18 Geburtstag als Thema, dauert ja nicht mehr lang, und die Angst kam, dass der Erzeuger oder die Großeltern kommen könnten. Einfach so unangekündigt, so war es ja oft. Seit die Große in der Klinik war, und wir per Gericht in der Zeit das Kontaktverbot zu denen erwirken konnten, bzw zum Erzeuger; haben wir die nicht mehr gesehen. Meine Große weinte plötzlich und erzählte tatsächlich zum ersten Mal etwas über den Missbrauch durch Ihren Großvater…. wir sind dann schnell nach Hause, da mein Partner angetrunken war und das Thema zu heftig wurde.

Meine Große und ich fuhren dann noch einmal mit dem Auto umher und hörten Ihre Musik. Das mag Sie immer sehr. Sie weinte bitterlich. Sie hat nur mich, niemanden und wenn ich sterbe .. wird sie sterben… und überhaupt ist sie nicht wert hier zu sein. Sie will dass alles aufhört, sie will nichts fühlen.. sie will kalt sein. Ich versuchte so ruhig wie nur möglich zu sein, stark für sie. Doch da öfiel mir wieder die Distanz zu meinen Gefühlen auf, die Distanz zu mir und meinen Erlebnissen,… so in Gedanken,sagte sie zu mir, du hast es ähnlich erlebt, bei dir waren es ärztliche Untersuchungen, aber du kennst den Schmerz, die Scham. du bist die Einzige, der ich das nicht erklären muss.. ich will nichts erklären. Darauf war ich erstmal platt… Ja mein Leben war auch nicht immer rosig …

Sie will keine gesunden Freunde ich Freundeskreis, die verstehen es nicht, und sie würde diese Menschen eh nur kaputt machen. Oh Man, gerade Menschen mit Traumata brauchen „heile“ Menschen. Und auch heile Menschen verstehen. oder Akzeptieren dich so wie du bist. Nur dieses Vertrauen darauf, wie soll es wachsen mit sooo viel Angst. ?“!

Wir fuhren mitten in der Nacht heim… sie ging an den Schrank im Wohnzimmer und holte Verbandszeug heraus. „Ich kann nicht nach Hilfe fragen, aber ich hab dann wenigsten alles was ich brauche im Zimmer“ Es durchzog mich. Sie hatte dann meine Nummer wiedereinmal auf Wahlwiederholung, nur 2 Mal drücken. Und ich meine Handy laut am Bett und den Kopf an.

home

Hey Ihr Lieben, lange nichts geschrieben, tut mir leid. Irgendwie immer was zu tun und Termine gehabt. Nun, da wir ja alle zu Hause bleiben soll, habe ich auch mal wieder Zeit. Die Mädchen betreiben Homeschooling. Und ich nutze die Zeit. Ich weiß nicht, wie es euch im Moment geht. Hier bei uns ist es noch ruhig. Die erste Woche Schule zu Hause klappt soweit gut. Die Große hätte eigentlich Abschlussprüfungen. Mal sehen, wie es weiter geht. Psyhisch alles in Ordnung bisher. Wir sind heilfroh auf dem Dorf zu leben. In einem Haus mit Garten. Da ist die Beschränkung geringer. Aber für Andere ist es leider nicht so. Häusliche Gewalt nimmt zu. Furchtbar der Gedanke daran, dass Familien sich nicht aushalten können. Furchtbar, dass Kinder leiden müssen, oder Frauen oder auch Männer. Es gibt ja in jeden Gesellschaftlichen Ebenen Probleme dieser Art. Das C Virus verlangt viel von uns. Ich sehe es ein wenig, wie Hausarrest von Mutter Natur. „So Kinder alle ab ins Zimmer, Mutti muss aufräumen.“ Für die Natur, für das Klima ist es wunderbar! Was besseres konnte dieser Erde nicht passieren. Und anstatt wir uns aufregen, ärgern, verletzen oder ähnliches sollten wir uns wirklich mal wieder auf das Wichtigste reduzieren. Anschauen, was wir haben, was wir brauchen. Wen wir brauchen. Nicht höher, weiter, schneller… sondern ruhiger, familiär, bodenständiger.

Wie geht eine Mama damit um?

Das wurde ich vorhin gefragt. All das was passiert ist, mit dem Kind, die andauernde Angst. Als Außenstehender ist man schon sprachlos. Aber wie geht eine Mama damit um? Das eine Tochter nicht mehr leben will. Das jedes weitere Problem unsere Leben verändern können, auf eine Weise, die unvorstellbar ist. Meine Antwort? Ein Schulterzucken und die Worte :“ ich habe keine Wahl, es muss weiter gehen. Ich liebe sie beide und werde es ihnen jeden Tag unaufdringlich und ehrlich zeigen / leben. Ich werde versuchen auch an mich zu denken und ein Vorbild sein. Aber die Angst bleibt immer gegenwärtig.“ Und zusätzlich ein „klick“, das die Emotionen manchmal ausstellt

kranke Erde?

man hat mir gesagt, das man Kinder mit Pflanzen vergleichen könnte, die Familie als Erde. Und wenn die Familie, hier die Mama krank ist, dann kann die Pflanze nicht gedeihen und muss in gesunde Erde umgetopft werden.

ich bin verletzt so etwas zu hören. ich bin entsetzt, wie einfach es sich anhört, es aber nicht ist.

dürfen belastete Menschen, also keine Kinder großziehen? Denn die „erde“ ist ja belastet und bringt keine gesunden Pflanzen hervor? kann man das so pauschalisieren? und ist jede traumatisierte Mutter eine schlechte?

wieder suche ich die fehler bei mir… wieder kämpfe ich mit meinen inneren dämonen

Asperger Hochbegabung ADHS

Oh mein Gott. ! meine Kleine bekommt jetzt Ergotherapie. Und da sagte man mir, sie hätte Anzeichen für Autismus. SUPER.. warum man es nicht bestätigt hätte?!. Es ist furchtbar, hin und her.. ja oder nein, oder alles zusammen? Es gibt soo viele Grauzonen. Und eigentlich ist es egal, ich möchte, dass sie glücklich ist. Selbstwert emfindet. und nicht den dunklen Weg wählt, wie Ihre Schwester 😦

Es gibt so viele Artikel über Fehldiagnosen, besonders in den oben genannten Bereichen. Einfach ist es nicht bei Mädchen, im Gegenteil. Da muss man doch vertrauen können. Oder seinem Gefühl trauen? oder der letzten Diagnos? Oder der ersten?Warum sollte eben auch einfach mal was einfach sein?

Hilflos

Hallo ihr Lieben, ihr habt lange nichts gehört. Ich musste ein paar Dinge verarbeiten. Tatsächlich konnte ich es nicht. Kennt ihr das auch? Es sind so viele schlimme Dinge passiert. Alles was ich kann, mich abschalten, nicht fühlen, weg schieben. Immer wenn es aufflammt, das Gefühl, welches auch immer ich weiß was es ist, dann könnte ich auf der Stelle umfallen und sterben. Es überrennt mich. Es ist eine riesige Welle voll Schmerz Schuld Wut und Traurigkeit.

Ich war gestern in der Klinik bei der Therapeutin meiner Großen Tochter. Sie schaute mit diesem Mitleidsblick, und ich wusste, es wird wohl kein gutes Gespräch. Sie sagte:“ Ihre Tochter hat eine Entscheidung getroffen. Sie konnte wählen den gesunden Weg oder den „kranken“. Sie wählt den „kranken“ Weg. Sie will nichts verändern, Sie kann nichts verändern. Wir müssen abwarten, so können wir nicht helfen.“ WHAT? Sie sagte noch, dass wohl nicht Hopfen und Malz verloren sind. Sie glaubt es ist noch genug gesundes in der Großen, dass sie sich irgendwann für den gesunden Weg entscheiden wird. Hoffentlich. Sie ist weiterhin gefährdet, ihr geht es weiterhin schlecht. Aber sie wird wie geplant entlassen, mit der Option, wenn sie denn bereit sein möchte, wieder zu kommen. Auf eine andere Station. DBT Station. Sie ist emotional so instabil, und kann überhaupt nicht perspektivwechseln. Und ich, ich können nichts machen, das ihr wirklich hilft, ich kann nichts richtig machen und nichts falsch. Zu offensichtliche Liebe bedrängt sie und sieht sie als übertrieben und falsch, zu wenig Liebe bestätigt die Große darin nicht geliebt zu sein. Und ich kann einfach nur zugucken, entweder, dass sie sterben will, oder ob sie die Kurve irgendwann bekommt und die Gesunde Glückliche Welt wählt. In beiden Fällen bin ich ohne jeden Zweifel an Ihrer Seite!!!!

Therapieerstgespräche

ich weiß ja nicht, wie es euch so damit geht, aber ich finde es immer etwas befremdlich. Ich weiß ja was ich alles erlebt habe und im mich herum passiert ist. Dafür hatte ich etwas mehr als 40 Jahre Zeit. Aber mein Gegenüber hat keine Ahnung. Nun muss ich also alles erzählen. Wo fängt man am besten an?! Ich dann mit dem: „Was ist den aktuell so los bei Ihnen“ Meine Töchter waren beide dieses Jahr in der Klinik, die Kleine in der Tagesklinik und die Große stationär. Das war vielleicht ein Logistisches ding.. beide gleichzeitig besuchen oder hin und herfahren und die Termine mit Ärzten und Therapeuten. Und dann ist da ja auch noch mein Partner, er ist nicht Vater der Kinder. Die beiden haben jeweils einen anderen. Ja, komplizierte Geschichte. Ich bin schwerbehindert, ( ja sieht man mir nicht an). Ich bin als Kind ohne Darmausgang geboren. Damals war es noch recht unbekannt. Und man hat ein wenig an mir rumgedoktert. Bei 23 Operationen hat meine Mutter auf gehört mitzuzählen. ich denke es waren dann mehr als 30, sonst wüsste ich es, oder meine Mutter früher, als sie mir sagte, sie hat aufgehört zu zählen. Meine letzte OP hatte ich mit 9 Jahren. Ich habe Windeln getragen, durch die ganze Grundschulzeit. Nachts noch bis ich 15 jahre alt war. Im Kindergarten, soweit ich mit erinnere, vielleicht auch etwas vorher hatte ich einen künstlichen Darmausgang. Meine Eltern logen, wenn ich ins Krankenhaus musste, damit ich ins Auto einstieg. Wir würden zu Oma und Opa fahren. Dann luden sie mich ab. Ich war fast durchgängig die ersten 2 lebensjahre im Krankenhaus. Prägezeit war also nicht in der Familie. So fühle ich mich bis heute. Aufgrund meiner Behinderung war nicht klar ob ich Kinder bekommen konnte. Als ich dann mit Anfang 20 trotz Pille danach schwanger war.. und der Frauenarzt zustimmte, dennoch Risikoschwangerschaft, habe ich mich für das Kind entschieden. Es war vielleicht die einzige Chance, jemals. Und das der Vater nutzlos und dumm ist, wusste ich da bereits, wir waren erst 4 Monate ein Paar. Wie krank er und seine Familie ist, war mit allerdings da noch nicht bewusst. Ich zog mit meiner Großen aus. Damals war sie ungefähr 1 einhalb Jahre alt. Ich lernte bald einen neuen Mann kennen. Wir verliebten uns. Er war toll. Wir zogen zusammen. Meine Große entwickelte Auffälligkeiten. Keiner nahm mich und oder sie ernst. Meine Mutter wurde schwer krank. Sie starb das Jahr an Krebs. Ich versank in Trauer. Alleinerziehend mit neuem Partner in Elternzeit, automatisch Hartz4 und der neue kam mit meiner Trauer nicht zurecht. Auch nicht, dass er zahlen musste. Weshalb wir ein Jahr später auszogen. Weil wir nicht komplett von einander los lassen konnten. oder aus Spaß oder langeweile oder Trauer, schliefen wir doch noch einmal mit einander. Während meiner Periode.. und zack.. schwanger. Für mich war klar, beim Verdacht, Abtreibung. Alleinerziehend, kleiner Job.. dann wieder Harz4 .. das geht nicht.. 2 Kinder . Bis genau an diesem Tag mir meine Schwester Ihren Schwangerschaftstest unter die Nase hielt und wir beide am nächsten Tag einen Termin beim Frauenarzt bekamen. Wir waren zeitgleich schwanger. Also wirklich abtreiben? Immer meine Nichte/meinen Neffen sehen? Mit dem Gedanken, mein zweites wäre genauso alt. NEIN.. also zog ich es allein durch. Ohne ok von meiner Familie oder vom Vater und ohne Kontakt in der Schwangerschaft. Die Große wurde in der Schule so auffällig, dass die Lehrer mit mir über ihre Distanzlosigkeit redeten. Die Kleene war ein Schreibaby. mehr als 5 Monate lang. Wir zogen aus der 2 Zimmer Wohnung aus. Dort hatte ich eine tolle Freundin, die mir viel geholfen hat. Meiner Familie waren und sind meine Kinder zu anstrengend. Ich fing an zu arbeiten. Dir Firma ging bakrott. Ich kam in die Klinik. Meine Kinder zu der Freundin. Für meine Familie waren und sind sie zu anstrengend finden. Ich war lange krank geschrieben um mich zu erholen. Ich konnte bei Einlieferung ins Krankenhaus nicht mehr sprechen. Ich habe nicht 1 vernüftiges Wort heraus bekommen. Mein Vater bekam schwere Hirnblutungen, lag wochenlang im Koma. Wir waren wirder in Trauer, doch er überlebte. Nicht mehr ganz wie zuvor. Aber er lebte. Meine Kleene wurde nun mehr und mehr auffällig. Kindergarten. Schule. Termine beim Jugendamt Termine Bei Psychologen in therapiezentren. Aspergerdiagnose. Therapien. (ich kürze das hier mal ab) Meine Große war Im Kinderhaus, aber man konnte den Kern Ihres „Problems“ nicht erfassen. Wir dümpelten vor uns hin und vertrauten den offiziellen Stellen, Ärzten und oder Psychologen. Nun ja.. bis es eben nicht gut sonder schlechter wurde und beide in die Klinik mussten. Und nun sitzen wir hier. Und ich bin müde…

Bleib hier

Heute bin ich nach Hause gekommen. Ich war eine Nacht fort, Voruntersuchung zur Stammzellenspende. Als ich wieder zu hause ankam, war meine Große noch zur Therapie. 20 min später war sie da und ich spürte wieder etwas. Ich habe eine gute Intuition und vertraue ihr seit einiger Zeit wieder sehr. Freitag trank ich nichts, weil der Gedanke kam, eine Freundin braucht mich noch. Sie rief 4 std später an und war mit verdacht auf Blasensprung auf dem Weg ins Krankenhaus. Sie ist allein schwanger. Das weitere Wochenende hatte ich immer wieder Bilder im Kopf, wie meine Große sich mit Rasierklingen tötet. Ich wollte die Gedanken weg schieben.. solche Bilder nicht sehen, doch den Abend war es gut darauf zu hören. Meine Große war in der Badewanne. Ich gehe sonst nie ins Bad, wenn sie drinnen ist. Diesmal ja.. und redete einfach kurz und tat so als würde ich was suchen. Heute erzählte Sie mir dann, ich hätte ihr das Leben gerettet. Nicht auszudenken was wäre, wenn ich nicht nach ins Bad gegangen wäre. Auf der einen Seite rettet man Leben.. und es ist so einfach. Auf der anderen ist man hilflos